Euthanasie
Oliver Tolmein
Wie erkennt man den mutmaßlichen Willen?
Der Vormundschaftsrichter im Zwiespalt - Zwei Fälle aus der Praxis (Amtsgericht Siegen und Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg)
F.A.Z., 09.02.2008, Nr. 34 / Seite 35
Die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg hat gegen einen Vormundschaftsrichter wegen versuchter Körperverletzung ermittelt, das Amtsgericht Siegen hat vorgeführt, wie der mutmaßliche Wille eines Patienten sorgfältig ermittelt werden sollte.
Oliver Tolmein
Todesnähe im Sinne des Gesetzes
Anhaltspunkte: Wie wird der Deutsche Juristentag zur Sterbehilfe entscheiden?
F.A.Z., 19.09.2006, Nr. 219 / Seite 37
Der 66. Deutsche Juristentag hat zum dritten Mal das Thema "Sterbehilfe" auf die Tagesordnung gesetzt. Statt um einen Rechtsanspruch auf palliativmedizinische Versorgung, geht es aber um den Rückzug des Strafrechts.
Oliver Tolmein
Euro-Tod
Blick zurück nach vorn
Veröffentlicht in: Jungle World, 09.01.2002
Das neue Jahr ist da und alle reden über den Euro. Schafft er die Einheit Europas ganz oder doch nicht gar?
Oliver Tolmein
Kehrt England um?
Veröffentlicht in: FAZ, 1. November 2001
Ein Londoner Gerichtsurteil zur Sterbehilfe lässt aufhorchen
Oliver Tolmein
Und tot bist du
Veröffentlicht in: Jungle World, 18.4.2001
Ein Gesetz zur Sterbehilfe in den Niederlanden
Oliver Tolmein
Wachkoma und Sterbehilfe
Veröffentlicht in: Freitag, 8.12.2000
Die Diskussion um die zielgerichtete Tötung von Menschen im zivilen Alltag wirft juristische und ethische Probleme auf.
Oliver Tolmein
Selbstbestimmung tot
Veröffentlicht in: Jungle World, 6.12.2000
Die Bioethik wird vor allem in den liberalen Staaten anerkannt. Das niederländische Sterbehilfegesetz geht dieser Entwickung voran.
Oliver Tolmein
Tödliches Mitleid
Sterbehilfe und Rechtsprechung in der Bundesrepublik
Veröffentlicht in: Dr. med. Mabuse, Mai / Juni 1999, Heft 119
Oliver Tolmein
Das Ziel heißt Tod
Veröffentlicht in: Konkret 09 / 98, S. 38
Deutsche Gerichte machen vor, was der Gesetzgeber sich noch nicht traut: die Legalisierung der Euthanasie
Oliver Tolmein
"Schönste Erleichterung"
Veröffentlicht in: Konkret 07 / 95, S. 28
Die internationale "Euthanasie"-Bewegung ist auf dem Vormarsch. In Australien wurde ein Gesetz beschlossen, das Ärzten die Patiententötung erlaubt, in Oregon / USA muß ein Gericht über ein "Tod in Würde"-Gesetz entscheiden, und in Deutschland sorgt der Bundesgerichtshof für den Anschluß an den Trend zum schnellen Sterben
Oliver Tolmein
Liberale Reflexe
Veröffentlicht in: Konkret 07 / 93, S. 48
Nach massiven Protesten hat sich der Rowohlt Verlag entschlossen, die Veröffentlichung eines Buches zu unterlassen, das einen Aufruf zur Tötung behinderter Kinder enthält. Die Reaktionen auf diese Entscheidung zeigen, daß die neue "Euthanasie"-Debatte einen kritischen Punkt erreicht hat
Oliver Tolmein
Einheit im Eimer
Veröffentlicht in: Konkret 04 / 92, S. 20
Warum BRD-Ärzte eine Kampagne gegen ihre DDR-Kollegen beendeten
Oliver Tolmein
Deutsche Ethik
Veröffentlicht in: Konkret 05 / 91, S. 24
Wie der Philosoph Ernst Tugendhat für Frieden und für "Euthanasie" eintritt und damit auf begeisterte Zustimmung in der linken und alternativen Szene stößt
Oliver Tolmein
Tödlicher "Zeit"-Geist
Veröffentlicht in: konkret 06 / 90, S. 20
Bevor man Unsägliches tun kann, muß darüber geredet werden, und wenn die Erhaltung "lebensunwerten Lebens" zu teuer wird, darf "Euthanasie" kein Tabu bleiben. Daß das Gerede über "Sterbehilfe" heute wieder gesellschaftsfähig geworden ist, verdankt das neue Deutschland der fünfzehnjährigen Kampagne einer liberalen Wochenzeitung
Theresia Degener, Oliver Tolmein
Freiheit bitte billig
Veröffentlicht in: konkret 12 / 89, S. 61
Zwangssterilisation wird legalisiert, der als "Euthanasie" verbrämte Mord an behinderten Neugeborenen breitenwirksam diskutiert, jetzt bereiten die Sozialbehörden im reformfreudigen Westberlin und im schwarzen Bayern ein Asylierungsprogramm für Behinderte vor. Aus Kostengründen.
Oliver Tolmein
Wächter und Wachkoma
Von der Einsamkeit eines Richtermenschen: Juristische Konsequenzen aus dem Fall Schiavo
F.A.Z., 11.04.2005, Nr. 83 / Seite 34
Das Verfahren Terri Schiavo hatte Vorläufer. Und in den Verhandlungen ging es nicht nur um die einzelne Patientin, sondern auch um das Verhältnis von Recht und Wirklichkeit.
Oliver Tolmein
Kein Einzelfall aber ein Einzelfall-Gesetz
Terry Schiavo, das Recht, die Politik
DLF, Kultur heute 21.3.2005
US-Präsident Bush hat in einem Eilverfahren ein Gesetz beschliessen lassen, dass den Bundesgerichten im Fall Schiavo Internventionsmöglichkeit einräumt.
Oliver Tolmein
Betreungsrechtliche Pflicht oder Strafrechtliche Erlaubnis
Ein neuer Vorschlag in der Sterbehilfe-Debatte
F.A.Z., 10.03.2005, Nr. 58 / Seite 46
Heute debattiert der Bundestag über Patientenverfügungen. Einen neuen Vorschlag hat Margot von Renesse eingebracht, ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Vormundschaftsrichterin.
Mehr zu: Betreungsrechtliche Pflicht oder Strafrechtliche Erlaubnis
Oliver Tolmein
Ein Dritter Weg?
Grüne Bundestagsfraktion erörtert Patientenverfügungen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2005, Nr. 17 / Seite 40
Die Grünen veranstalteten einen fraktionsoffenen Abend um sich über die widerstreitenden Positionen zu Sterbehilfe und Patientenverfügungen klar zu werden. Er war schlecht besucht, führte aber weiter.
Oliver Tolmein
Du sollst nicht töten
Wertewandel: Tendenzen der Rechtsprechung zur Sterbehilfe
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2004, Nr. 245
Vormundschaftsgerichte erlauben heute schneller den Abbruch der künstlichen Ernährung bei einwilligungsunfähigne Patienten. Im Bundesjustizministerium werden die Weichen für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen gestellt, die diese Tendenzen verstärken könnte.
Oliver Tolmein
Ein Gesetz für 15 Tage
Eine neue Runde im Fall Terry Schiavo
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2004, Nr. 205 / Seite 40
Terry Schiavo liegt im Wachkoma und zwischen ihren Eltern und ihrem Mann tobt seit Jahren ein bitterer Kampf darüber, ob sie am Leben gehalten werden oder durch Entzug künstlicher Nahrung getötet werden soll. Jetzt wird vor gericht darüber gestritten, ob sich Floridas Governeur Jeb Bush für den Erhalt von Terry Schiavos Leben durch Verabschiedung eines Sondergesetzes einsetzen durfte.
Oliver Tolmein
Die Sterbensqualität
England, Holland, Frankreich: Zum Stand der Euthanasiedebatte
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.09.2004, Nr. 204 / Seite 35
In den Niederlanden führt die Legalisierung der Euthanasie zu deren beständiger Ausweitung, in Frankreich soll jetzt pauschal passive Sterbehilfe erlaubt werden - nur in England ticken die Uhren bisweilen etwas anders: Der High Court hat einem behinderten Kläger recht gegeben, der durch eine Behandlungsrichtlinie des General Medical Council über den Abbruch lebensverlängernder Behandlungen sein Leben in Gefahr sieht.
Oliver Tolmein
Objektiv empfinden
Neue Grundsätze der Bundesärztekammer zur Sterbebegleitung
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2004, Nr. 106 / Seite 40
Schon die letzten Grundsätze der bundesärztekammer zur Sterbebegleitung waren umstritten. Die neuen Grundsätze machen nichts besser.
Oliver Tolmein
Überlebenshilfe
Ein Brite klagt vor Gericht sein Lebensrecht ein
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2004, Nr. 51 / Seite 40
Der britische General Medical Council rät Ärzten die künstliche Ernährung bei Patienten abzubrechen, für die die Belastung höher sein soll als der Nutzen. Ein Behinderter befürchtet, dass ihm so ein vorzeitiger Tod drohe könnte und klagt gegen diese Empfehlung.
Oliver Tolmein
Lebensrettung als Körperverletzung
Ein Wachkoma-Fall
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.2004, Nr. 41 / Seite 40
Wieso gegen einen Ergänzungsbetreuer Strafanzeige gestellt wurde, nachdem er der Neuverlegung einer Nahrungssonde zugestimmt hatte.
Oliver Tolmein
"Der Haß kann auch die Maske des Mitleids annehmen“
Der deutsche Psychiater Alfred Hoche und die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens
DLF, kulturelles Feature, Sendung 29. November 2002, 19:15 Uhr
Wenn es heute um "Euthanasie" geht, dann wird ein Zusammenhang mit der Ermordung behinderter Menschen im nationalsozialistischen Deutschland strikt geleugnet. Dass die "Vernichtung lebensunwerten Lebens" eine Vorgeschichte hat, darüber ist wenig Exaktes bekannt. Der Freiburger Ordinarius für Psychiatrie Alfred Erich Hoche gehörte zusammen mit dem Juristen Karl Binding kurz nach dem Ersten Weltkrieg zu den entschiedensten Verfechtern der Tötung aus Mitleid. Hoche, der glaubte, der Tod wäre auch für schwer geistig Behinderte und psychisch Kranke eine Wohltat. Der "Euthanasie" im Dritten Reich stand er, mittlerweile emeritiert, ablehnend gegenüber, hatte aber auch nicht den Mut oder die Energie, seine Anfang der 20er Jahre entwickelten Thesen und Forderungen zu widerrufen.
Mehr zu: "Der Haß kann auch die Maske des Mitleids annehmen“
Oliver Tolmein
Florida ist nicht so weit
Der Fall Terry Schiavo und die deutschen Verhältnisse
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2003, Nr. 248 / Seite 37
In Florida gab es vor knapp zwanzig Jahren eine engagierte Kontroverse über Bedeutung und Reichweite von Patientenverfügungen. Die Konfliktlinien verliefen ähnlich wie gegenwärtig in Deutschland. Der Fall Schiavo ist auch ein Ergebnis des Ausgangs der Debatte.
Oliver Tolmein
Euthanasie statt Sterbehilfe?
In Europa sind die Befürworter der Freigabe einer Tötung auf Verlangen im Kommen
Publik-Forum Oktober 2003
Was verbindet die Initiative des Schweizer Europarats-Abgeordneten Marty für Euthanasie mit dem Ermittlungsverfahren der Hannoveraner Staatsanwaltschaft gegen eine Ärzten wegen angeblich überhöhter Schmerzmittel-Dosierungen?
Oliver Tolmein
Wie es euch gefällt?
Der Fall Terry Schiavo und die Wägbarkeiten des Willens
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2003, Nr. 235 / Seite 40
Wer kann das Leben einer Frau im Wachkoma schützen, wenn ihr Mann behauptet, sie habe in so einem Fall sterben wollen?
Oliver Tolmein
Prinzip Entlastung
XII. Zivilsenat des BGH läßt Euthanasie in weitem Umfang zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2003, Nr. 110 / Seite 35
Eine Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofes zu Sterbehilfe will dem Patientenwillen freie Bahn verschaffen und droht den Lebensschutz für schwer hirnverletzte weitgehend preiszugeben. Der Beschluss wird aber auch von Befürwortern der Sterbehilfe angegriffen, weil er zwar willensstark ist, aber unklar analysiert und argumentiert.
Oliver Tolmein
Heime müssen künstliche Ernährung nicht abbrechen
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2003, Nr. 38 / Seite 33
Das OLG München hat Heimen ein Verweigerungsrecht eingeräumt. Sie müssen Pflegebedürftige nicht durch Abbruch der künstlichen Ernährung töten nur weil Ärzte oder Angehörige es wollen.
Oliver Tolmein
Euthanasie-Debatte in den USA lebt auf
WDR-Kritisches Tagebuch, 20. Mai 2002
Das öffentliche Sterben einer alten Frau, die vorgab an Blasenkrebs zu leiden, hat in Australien die Unterstützung für Euthanasie aufleben lassen. Nun ist Nancy Crick tot. Aber sie litt gar nicht an Krebs.
Menschen und Rechte