Die Spaltung der Gesellschaft und das Strafrecht - Hassdelikte, geschlechtsbasierte Gewalt und demokratiegefährdende Kriminalität

Vorbesprechungstermine:

2.2.2026   09:00 - 10:00  An Zoom-Meeting 2.2.2026 09:00 bis 10:00 teilnehmen https://uni-goettingen.zoom-x.de/j/7117275305?pwd=b9EzLHNc66W7I1pmoy5b8yfJYnblTA.1&omn=61673345596
Meeting-ID: 711 727 5305 Kenncode: OTO

6.2.2026 (in Präsenz) 9:30 - 10:30 Uhr Verfügungsgebäude - VG 3.108

Strafrecht ist stets auch ein Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzung. In diesem Seminar wird analysiert, wie die strafrechtliche Regulierung von Femiziden und anderen Formen geschlechtsbasierter Gewalt, von Hassdelikten und den als demokratiegefährdend wahrgenommenen Straftaten den notwendigen Fokus und zugleich die Grenzen des Rechtsstaats verhandelt. Kann und soll das Strafrecht der Spaltung der Gesellschaft entgegenarbeiten, droht es sie eventuell auch zu verschärfen? Die Seminararbeiten können sich mit konkreten Delikten und Strafverfahren befassen, historische Bezüge thematisieren, aber auch kriminologische Fragestellungen bearbeiten und strafprozessual und materiellrechtlich relevante Aspekte des Themas analysieren. Auch die Arbeit der Polizei und der Schwerpunktstaatsanwaltschaften soll betrachtet werden. Das Seminar verbindet zudem deutsche Strafrecht mit internationalen Perspektiven (EMRK, europäische Rechtsprechung, aber auch Wahrnehmung der strafrechtspolitischen Entwicklungen in anderen Ländern, insbesondere den USA).

Die Teilnehmenden des Seminars werden als Leistung eine Seminar- oder Studienarbeit erbringen und zu ihrem Thema in der Blockveranstaltung des Seminar ein 20 minütiges Referat halten, das zusammen mit der anschließend geführten Diskussion im Seminar als mündliche Leistung bewertet werden wird. Es ist auch möglich eine Bachelorarbeit im Rahmen der Veranstaltung azufertigen. Allerdings müssen auch Bachelor-Studierende zu ihrem Thema ein Referat halten.
Die verbindliche Anmeldung zum Seminar hat per Mail bei RA Prof. Dr. Oliver Tolmein (tolmein(ad)menschenundrechte.de) zu erfolgen. Die maximale Teilnehmer*innenzahl beträgt 15 Personen. Die Anmeldung folgt dem Prinzip des „First come, first served“.

 

Blockveranstaltung: 3./4.7-.2026

 

 

Für Studiengang Jura mit Abschluss Erste Prüfung:

  • Schwerpunktbereichsveranstaltung (§ 4a Abs. 1 S. 2) im Schwerpunktbereich 6 – Kriminalwissenschaften - zur Erbringung der Seminararbeit oder Studienarbeit
  • Diese Veranstaltung ist auch für BA/MA-Studierende geöffnet

Für Bachelor- / Masterstudiengänge:

  •  Wahlpflichtmodul bzw. Wahlmodul nach dem Modulkatalog des entsprechenden Studienganges 
  • Angaben für BA/MA-Studierende finden Sie im Modulkatalog.

Prüfungsanmeldung:
Über die Seminarplatzvergabe und die Anmeldefrist entscheiden die Dozenten! Für Teilnehmende, die einen Platz bekommen haben, ist eine Prüfungsanmeldung in FlexNow erforderlich. Mit der Anmeldung zur ersten Leistung im Rahmen der Schwerpunktbereichsprüfung wird gleichzeitig der Schwerpunktbereich festgelegt. Achten Sie daher auf die richtige Auswahl. Achten Sie ebenfalls darauf, die Art der Prüfungsleistung (Seminar- oder Studienarbeit) richtig auszuwählen!