Keiner stirbt für sich allein

Sterbehilfe, Pflegenotstand und das Recht auf Selbstbestimmung

Keiner stirbt für sich allein

Ein würdevoller Tod ist nur möglich, wenn die Verhältnisse im Leben würdevoll sind – das gilt besonders für die letzten Monate und Wochen, die einem Schwerkranken bleiben. DAs Buch erläutert den Zusammenhang zwischen mangelhafter Schmerztherapie, der Versorgungslage in Alten- und Pflegeheimen und würdevollem Sterben. Die Debatte darf nicht vorrangig um den Abbruch künstlicher Ernährung kreisen oder um die Legalisierung von Eingriffen oder Unterlasssungen, die den Tod beschleunigen. Pflegenotstand, Kostendämpfung und der technokratisch-kalte Umgang mit dem Tod sind die eigentlichen Hindernisse für ein selbstbestimmtes Lebensende. Das Buch enthält außerdem rechtliche Hinweise zum Abfassen von Patientenverfügungen und Vorsogervollmachten.

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Selbstbestimmungsrecht und Einwilligungsfähigkeit

Der Abbruch der künstlichen Ernährung bei Patienten im vegetative state im Rechtsvergleich: Der Kemptener Fall und die Verfahren Cruzan und Bland.

Selbstbestimmungsrecht und Einwilligungsfähigkeit

"Selbstbestimmungsrecht und Einwilligungsfähigkeit" zeigt am Beispiel der Wachkoma-Patienten die Gefahren einer Sterbehilfe-Debatte auf, die einseitig das Selbstbestimmungsrecht akzentuiert und der ein diskriminierendes Bild von Menschen mit Behinderungen zugrunde liegt. In dem Buch, das von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg als Dissertation angenommen wurde, wird ein bedürfnisorientierter Entscheidungsstandard entwickelt, der den Lebensinteresse von Menschen, die nicht mehr selbst in Behandlungen einwilligen oder sie ablehnen können, gerecht wird ohne sie zum Objekt der Medizin zu machen.

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Vom deutschen Herbst zum 11. September

Die RAF, der Terrorismus und der Staat

Vom deutschen Herbst zum 11. September

Oliver Tolmein untersucht verschiedene Formen von Terrorismus. Er stellt die Unterschiede zwischen der USA-Kritik der RAF und dem Anti-Amerikanismus islamistischer Terroristen heraus. Und er setzt sich kritisch mit den Reaktionen der Bundesrepublik auf die RAF und den Reaktionen der westlichen Demokratien auf den Terrorismus auseinander. Mit kommentierten Texten und Bekennerschreiben der RAF von 1972 bis 1998, z.B. Dem Volke dienen!, Mai-Papier 1982, Auflösungserklärung 1998.

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Was den Menschen zum Menschen macht

Eine Gesprächsreihe zur Bioethik-Diskussion Mit Beiträgen von Hertha Däubler-Gmelin, Robert Spaemann, Katrin Braun, Ruth Deech u.a

Was den Menschen zum Menschen macht

Die Menschheit wächst angeblich global zusammen, aber zugleich spaltet sie sich radikal. Menschliches Leben wird zum Rohmaterial für Heil- und Forschungszwecke. Wird die Frage, was den Menschen zum Menschen macht, zu einer Sache politischer Entscheidungen und ökonomischer Kosten-Nutzen-Rechnung oder bleibt die Antwort unserer Willkür entzogen? Um dieses Thema wird in einer Reihe von Gesprächen anhand konkreter Entscheidungsfälle aus philosophischer, politischer und medizinischer Sicht kontrovers diskutiert.

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Welt Macht Recht

Konflikte im internationalen System nach dem Kosovo-Krieg

Welt Macht Recht

Oliver Tolmein diskutiert mit namhaften europäischen JuristInnen und PolitilogInnen über die Folgen der Militärintervention in Jugoslawien und die Grenzen des Völkerrechts, Konflikte in einer Welt zu regulieren, die durch die Politik der Nato-Staaten und deren Vormacht USA bestimmt wird.

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RAF - Das war für uns Befreiung

Ein Gespräch mit Irmgard Möller über bewaffneten Kampf, Knast und die Linke

Das war für uns Befreiung

Irmgard Möller rekonstruiert in Gesprächen mit Oliver Tolmein ihre eigene und die Geschichte der RAF, die durch Dokumente - wie ihre Prozesserklärung von 1975 und Kassiber aus dem Infosystem - ergänzt werden. Das Buch soll vor allem jüngeren Leuten ermöglichen, sich ein eigenes Bild zu machen: jenseits von BKA-Akten, Enthüllungsstorys deutscher Nachrichtenmagazine und Prozessberichten.

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Besonderes Kennzeichen: D

Wahre Deutsche, Staatsbürger zweiter Klasse und die unsichtbaren Dritten konkret texte 30 - Leitkultur

Besonderes Kennzeichen: D

"Kinder statt Inder", Green Card, Leitkultur: Welche Interessen verfolgt die rot-grüne Bundesregierung mit ihren "Reformen" im Bereich des Ausländer- und Asylrechts?

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Rechts durch die Mitte

Reportagen und Gespräche über die Ordnung der Verhältnisse

Rechts durch die Mitte

Oliver Tolmein beobachtet als Journalist seit Mitte der achtziger Jahre, wie sich die deutsche Gesellschaft neu formiert. Seine Reportagen und Gespräche eröffnen einen facettenreichen Blick auf Ereignisse, die zwar nicht im Zentrum des Medieninteresses standen, die über den Aufbruch der Nation und über den Niedergang der Linken seitdem aber präzise Auskunft geben.

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Originalton deutsch

Medien und rechte Gewalt

Originalton deutsch

Oliver Tolmein setzt sich kritisch mit dem Umgang der Medien mit rechter Politik und Gewalt auseinander. Dabei geht es ihm nicht nur um die Berichterstattung über Anschläge auf Flüchtlinge und die Talkshows mit rechtsextremen Politikern. Er schlägt den Bogen zur Kontroverse über "Euthanasie" und die Asylpolitik. Anhand von Fallstudien weist er nach, wie die Medien selbst den Rechtsextremen zuarbeiten.

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Stammheim vergessen

Deutschlands Aufbruch und die RAF

Stammheim vergessen

Im wiedervereinigten Deutschland wird die Geschichte umgeschrieben. Der bewaffnete Kampf wird zur Erfindung der Stasi, Stammheim zu einem Ort demokratischer Rechtspflege. Oliver Tolmein untersucht, welche Bedeutung es für den Nachfolgestaat des Dritten Reiches hat, seinen Staatsterrorismus vergessen zu machen. Er analysiert auch, dass das Scheitern der RAF vor allem innere Ursachen hat. Ihr Fehler war eine Politik der Attentate, die Resultat eines verqueren Antiimperialismus und Antifaschismus waren, der Deutschland mehr als US-Kolonie denn als eigenständige Großmacht gesehen und der "Auschwitz, Dresden und Hamburg" als gleichwertige Verbrechen bewertet hat.

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Wann ist der Mensch ein Mensch?

Ethik auf Abwegen

Wann ist der Mensch ein Mensch?

Die technischen Möglichkeiten heutiger Medizin erzwingen eine Neubesinnung über Geburt, Leben und Tod. Oliver Tolmein zeigt, wie die Diskussion über Hirntod, Pränataldiagnostik und Sterbehilfe geradewegs in eine neue Selektion führen. Geändert hat sich allerdings der politische Rahmen. Nicht rassenideologische Überlegungen, sondern die Behauptung, das Glück der Einzelnen und ihrer Familien mehren zu wollen, begründen die Forderung nach Freigabe zur Tötung. Aber auch die Frage nach der Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens ist mit der Debatte eng verwoben.

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Herr P. und die Bombe

Vom Krieg der Polemiker

Herr P. und die Bombe

Während die Bundeswehreinheiten im Golfkrieg nicht an die Front kamen, haben sich die deutschen Intellektuellen eine leidenschaftliche Schlacht geliefert. Oliver Tolmein und Detlef zum Winkel untersuchen, warum der Krieg der Polemiker am fernen Schreibtisch so unerbittlich ausgetragen wurde. Sie polemisieren gegen die KriegsbefürworterInnen, die sich für den Einsatz der Atombombe stark machten, und streiten gegen die notorische Israel-Feindschaft vieler Kriegsgegner.

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Geschätztes Leben

Die neue "Euthanasie"-Debatte

Geschätztes Leben

"Geschätztes Leben" argumentiert gegen eine Ethik, die den Menschen auf seinen biologischen Gebrauchswert reduziert und, statt die Gleichberechtigung allen menschlichen Lebens herauszustellen, 'lebensunwertes Leben' zur Vernichtung freigibt. Es skizziert die Entwicklung der "Euthanasie"-Debatte in der Bundesrepublik und enthält eine umfassende Analyse der Rechtsprechung zur tötung behinderter Menschen. Eine Reportage über Alltag und Konflikte auf Intensivstationen widerlegt die Legende von der 'unmenschlichen Apparate-Medizin'.

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